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30.07.2010TNC 620 Basiskurs KlartextAb sofort neuer Kurs: Hier geht es zur Beschreibung TNC... [mehr]
30.07.2010TNC320 Basiskurs KlartextTNC-Programmierung für Bahnsteuerungen TNC 320 Steuerung im Kurs: TNC320 Schulungsziel: Die Schulungsteilnehmer... [mehr]
Absolutmaß
Beim Absolutmaß oder der Absolutbemaßung beziehen sich alle Maße auf einen Nullpunkt. Eine andere Variante der Bemaßung ist das Kettenmaß oder die Inkrementalbemaßung.
Anfahrmethode
Die Anfahrmethode beschreibt wie das Werkzeug (der Fräser) an das Werkstück heranfährt. Der Fräser könnte z.B. linear, im Viertel- oder im Halbkreis sowie mit tangentialem Übergangskreis an die Werkstück-Kontur anfahren. Entscheidend für die Anfahrmethode ist die Werkstückgeometrie.
Anpaßsteuerung
Die Anpaßsteuerung hat die formt die Schaltimpulse aus der CNC-Steuerung für die Werkzeugmaschine um.
Bahnsteuerung
Mit Hilfe der Bahnsteuerung können beliebige Kurven und / oder Geraden gefräst werden. Die Bahnsteuerung zeichnet sich im Gegensatz zur früher verwendeten Streckensteuerung dadurch aus, dass mind. 2 Achsen gleichzeitig mit Funktionszusammenhang bewegt werden. Um die Achsen genau zu koordinieren bedienen sich diese Steuerungen eines sog. Interpolators. Daher wird bei der Programmierung auch von Geradeninterpolation oder Kreisinterpolation gesprochen.
CNC
CNC ist die Abkürzung für Computerized Numerical Control, oder übersetzt computerunterstützte numerische Maschinensteuerung.
Eine Werkzeugmaschine z.B. Fräsmaschine oder Drehmaschine wird durch einen integrierten Computer gesteuert. Die numerisch zu übermittelnden Steuerungs-Informationen sind in der Norm DIN 66025/ISO 6983, meist kurz DIN/ISO-Programmierung genannt, beschrieben.
Dialogprogrammierung
Die Eingabe der notwendigen Daten zur Erstellung eines CNC Programms werden durch die Steuerung im Dialog abgefragt. Beispiele: Deckel Dialog 4 / Deckel Dialog 11 Heidenhain TNCxxx
DIN 66025 - DIN Programmierung
Die DIN 66025 beschreibt den Programmaufbau für NC-Programme. Es handelt sich dabei um eine einheitliche Maschinensprache in der nicht nur der Aufbau sondern auch die Befehle z.B. G01 für die Geraden-Interpolation oder G02 / G03 für die Kreis-Interpolation festgelegt sind.
G-Funktionen in der Übersicht
G-Funktionen in der Übersicht
G 00 Eilgang
G 01 Geraden-Interpolation oder Linear-Interpolation
G 02 Kreis-Interpolation im Uhrzeigersinn
G 03 Kreis-Interpolation gegen den Uhrzeigersinn
G 04 Verweilzeit
G 07 Ecken-Runden
G 08 Fasen
G 09 Polarkoordinaten-Eingabe
G17 Ebenen-Anwahl XY-Ebene
G18 Ebenen-Anwahl XZ-Ebene
G19 Ebenen-Anwahl YZ-Ebene
G40 Löschen der Bahnkorrektur
G41 Bahnkorrektur-Aufruf - das Werkzeug steht links von der Kontur
G42 Bahnkorrektur-Aufruf - das Werkzeug steht rechts von der Kontur
G43 Werkzeug-Längenkorrektur
G52 Referenzpunkt anfahren
G53 Rücksprung auf ursprüngliches Koordinaten-System
G54 bis
G57 Nullpunktverschiebungen
G59 additive Nullpunktverschiebung
G60 Genau-Halt
G62 automatische Eckverzögerung
G64 Bahnsteuerbetrieb
G74 Referenzpunkt anfahren
G90 Absolutmaß
G91 Kettenmaß
G94 Vorschub in mm/min
G95 Vorschub in mm
G96 Konst. Schnittgeschwindigkeit
G97 Spindeldrehzahl in U/min
M-Funktionen
M 0 Programm-Halt
M 2 Programm-Ende das Programm endet ohne das es auf den Programmanfang zurück springt.
M 5 Spindel Stop
M 7 zweite Pumpe einschalten
M 8 erste Pumpe einschalten
M 9 Kühlmittel ausschalten
M17 Unterprogrammende
M19 definierter Spindelhalt
M28 linke Station entspannen
M29 rechte Station entspannen
M30 Programmende und Rücksprung auf Programmanfang
M40-45 Getriebestufe
M51 Abfrage: linke Frässtation gespannt
M52 Abfrage: rechte Frässtation gespannt
Eilgang
Der Eilgang ist ein Schnellvorschub und wird im CNC Programm mit G00 (DIN Programmierung) beschrieben. Im Eilgang können bestimmte Bearbeitungspunkte am Werkstück angefahren werden. Das Werkzeug darf dabei nicht im Eingriff sein, da es sonst zu Beschädigungen am Werkzeug und an der CNC Fräsmaschine käme. Zwischen Werkzeug und Werkstück sollte bei Verwendung des Eilgangs ein Sicherheitsabstand eingehalten werden.
Fräserradiuskorrektur / Bahnkorrektur
Die Fräserradiuskorrektur wird bei der Bahnkorrektur (G41 Bahnkorrektur-Aufruf - das Werkzeug steht links von der Kontur / G42 Bahnkorrektur-Aufruf - das Werkzeug steht rechts von der Kontur) berücksichtigt. Hierbei wird der tatsächliche Radius des Fräswerkzeugs in den Werkzeug oder Offsetspeicher der Steuerung eingegeben. Die CNC Steuerung berücksichtigt jetzt bei der Berechnung der tatsächlichen Fräserbahn den Radius des aktuellen Werkzeugs.
Geradeninterpolation
Bei der Geraden - oder auch Linearinterpolation wird eine Gerade beschrieben, die durchaus frei im Raum liegen kann. Die Funktionen sind G00 (Eilgang) und G01.
Geometriedaten
Geometriedaten sind die Daten die, die zu fräsende Kontur beschreiben. Auch beim Fräswerkzeug spricht man von Geometriedaten (Schneidengeometrie).
iTNC 530
Eine Bahnsteuerung für CNC Fräsmaschinen von der Firma Heidenhain.
Kartesische Koordinaten
Das kartesische Koordinatensystem ist ein orthogonales (rechtwinkliges) Koordinatensystem. Das 2 dimensionale Koordinatensystem besteht aus der X-Achse oder auch Abszisse genannt und der Y-Achse der Ordinate. Das 3 dimensionale Koordinatensystem hat zusätzlich die Z-Achse oder Applikate.
Kettenmaß (Inkrementalmaß)
Beim Kettenmaß oder der Kettenbemaßung bezieht sich ein Maß immer auf den vorherigen Punkt. Somit ergibt sich eine Maßkette.
Kreisinterpolation
Mit der Kreisinterpolation wird eine Kreisbahn beschrieben. Die Kreisbahn kann im Uhrzeigersinn ( Funktion G2) oder gegen den Uhrzeigersinn (Funktion G3) beschrieben werden. Zusätzlich muss die Arbeitsebene (z.B. G17) angegeben werden, da eine Kreisbahn auf der Ebene X,Y oder auch X,Z, etc. im kartesischen Koordinatensystem erzeugt werden kann. Bei der Programmierung des Kreises wird zwischen der Mittelpunkt- oder Radiusprogrammierung unterschieden.
Kugelgewindetrieb
Der Kugelgewindetrieb ist das Kernstück beim Vorschubantrieb von CNC-Maschinen.
Der Kugelgewindetrieb besteht aus einer Spindel (der Kugelumlauf oder Kugelrollspindel), und einer Mutter (Kugelgewindemutter), die am Arbeitstisch befestigt ist.
Ein System von Kugeln kennzeichnen die Mutter, dadurch ist eine fast schlupffreie und reibungsarme Kraftübertragung möglich.
M Funktionen
Die M-Funktionen werden innerhalb eines CNC Programms für die Maschinenfunktionen benötigt wie z: B. Kühlmittel ein oder Spindel aus.
Null- und Bezugspunkte
Nullpunkte sind:
der Maschinennullpunkt
und der Werkstücknullpunkt
Bezugspunkte sind:
der Referenzpunkte
und Werkzeugbezugspunkte (Werkzeugeinstellpunkte, Werkzeugaufnahmepunkte)
Maschinen - Nullpunkt
Vom Hersteller einer CNC Fräsmaschine wird vom Maschinen-Nullpunkt festgelegt. Dieser Punkt ist Nullpunkt für das Maschinen-Koordinaten-System und somit Ausgangspunkt für alle weiteren Bezugspunkte und Koordinatensysteme. Die genaue Lage ist dem Handbuch der Maschine zu entnehmen
NC
NC ist die Abkürzung von Numerical Control. Die CNC Technik ist aus der NC Technik hervorgegangen. Bei der NC Technik wurden Informationen satzweise in eine NC-Werkzeugmaschine eingespeist z.B. per Lochstreifen.
Nullpunktverschiebung
Eine Nullpunktverschiebung setzt dann sinnvoll ein, wenn eine vorhandene Kontur an mehreren Stellen eines Bauteils zu bearbeiten ist.
Positionsmessung
Für die genaue Positionsmessung in den Maschinenachsen sind die Achsen mit einer Messeinrichtung gekoppelt. Die Meßeinrichtungen bestehen aus einer Meßskala und einem Messwertgeber, mit dem die Skala ausgelesen wird.
Bei den Messskalen unterscheidet man zwischen absoluter und inkrementaler Positionsmessung
Postprozessor
Ein Postprozessor stellt die Schnittstelle zwischen einer Programmiersoftware und der Maschinensteuerung dar. Das bedeutet, dass das erstellte Programm durch den Postprozessor an die maschinenspezifischen Besonderheiten angepasst wird. Durch dieses Zusammenspiel ist es möglich mit einer Programmiersoftware und dem Einsatz mehrerer Postprozessoren Programme für verschiedene CNC Maschinen zu schreiben.
Radiuskorrektur
Siehe Fräserradiuskorrektur
Rechte-Hand-Regel
Die Bezeichnung der Koordinatenachsen erfolgt gemäß DIN 66025nach der “Rechte-Hand-Regel“.
S
Im CNC-Programm wird die Drehfrequenz des Werkzeugs über die Adresse “S“ gekennzeichnet
Schnitttiefe
Unter Schnitttiefe versteht man die Zustellung beim Fräsen.
Streckensteuerung
Mit der Streckensteuerung kann im Gegensatz zur Bahnsteuerung nur jeweils eine Achse verfahren werden.
Sicherheitsabstand
Der Sicherheitsabstand ist der Abstand den ein Werkzeug beim Verfahren im Eilgang zum Werkstück haben sollte.
Sinumerik
CNC Steuerung für Werkzeugmaschinen von der Firma Siemens.
TNC
Ist die Abkürzung für Tip NC
Unterprogramm
Ein Unterprogramm ist ein Programm oder Programmteil das innerhalb eines Hauptprogramms ein- oder mehrmals aufgerufen und abgearbeitet werden kann. Der Vorteil der Unterprogrammtechnik ist, dass bestimmte Befehlsfolgen die häufiger vorkommen, nicht immer neu eingegeben werden müssen. Es wird einfach die Abarbeitung der Befehlsfolge des Hauptprogramms unterbrochen und das Unterprogramm wird ausgeführt. Danach wird der nächste Befehlssatz des Hauptprogramms abgearbeitet.
Unterprogramme können weitere Unterprogramme enthalten, so dass sich eine Verschachtelung ergibt.
Vorschub
Meistens wird die Vorschubgeschwindigkeit durch Eingabe des Vorschubwegs pro Minute definiert. Sie kann aber auch als Vorschubweg pro Fräserzahn bzw. pro Fräserumdrehung eingeben werden.
Werkzeugwechsler
Der Werkzeugwechsler erlaubt den Einsatz mehrerer Werkzeuge in einem NC - Programm. Die Maschine wechselt hierbei während des Programmes selbsttätig das Werkzeug.
Zyklen
In der CNC Programmierung werden für bestimmte geometrische Formen Zyklen verwendet. Es gibt z.B. Bohrzyklen, Kreistaschenzyklen, Rechteck-Taschenzyklen, Nutenzyklen usw.. Die Eingabe der Werte für den jeweiligen Zyklus erfolgt im Dialog. Funktionen wie z.B. das Spanbrechen bei Tieflochbohrungen werden im Zyklus berücksichtigt.