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Lexikon Steuerungstechnik

Teil 1 Pneumatik / Elektropneumatik

A - B -C

Abluftdrosselung

Bei der Abluftdrosselung wird die Abluftseite des Zylinders gedrosselt, so dass an der druckbeaufschlagten Seite der volle Luftdruck und damit die volle Kraft ansteht. Auf der Abluftseite entsteht ein Druckpolster. Dadurch fährt die Kolbenstange langsam (je nach Drosselung) und Ruckfrei aus.

Ausschaltverzögerung

Eine Ausschaltverzögerung in der Pneumatik und Elektropneumatik kann auf unterschiedliche Weise umgesetzt werden. Rein pneumatisch durch z.B. ein 3 / „ Wegeventil mit einstellbarer Einschaltverzögerung oder Elektronisch durch ein entsprechendes Relais mit Ausschaltverzögerung.
Beispiel:
Ein Ventil steht in Ruhestellung auf „Durchfluss“. Das Ventil wird durch den Steuerungsdruck mit Druck beaufschlagt oder die elektrische Betätigung wird mit Strom beaufschlagt. Nach Ablauf einer voreingestellten Zeit wird das Ventil jetzt geschaltet und der Durchfluss wird gesperrt.

D - E - F

Druckluftaufbereitung

Druckluftaufbereitungsanlage bestehen aus mehreren Einzelkomponenten. Zunächst wird die Druckluft verdichtet in einem Verdichter. Verdichter gibt es in unterschiedlichen Bauarten (Kolbenverdichter, Lamellenverdichter, etc.). Danach wird die Druckluft gekühlt und getrocknet (Kältetrocknung, Adsorbtions- und Absorbtionstrockung) bevor sie in einen Druckbehälter und von dort aus in das Leitungsnetz fließt.

Einschaltverzögerung

Eine Einschaltverzögerung in der Pneumatik und Elektropneumatik kann auf unterschiedliche Weise umgesetzt werden. Rein pneumatisch durch z.B. ein 3 / „ Wegeventil mit einstellbarer Einschaltverzögerung oder Elektronisch durch ein entsprechendes Relais mit Einschaltverzögerung.
Beispiel:
Ein Ventil steht in Ruhestellung auf „Durchfluss gesperrt“. Das Ventil wird durch den Steuerungsdruck mit Druck beaufschlagt oder die elektrische Betätigung wird mit Strom beaufschlagt. Nach Ablauf einer voreingestellten Zeit wird das Ventil jetzt geschaltet und der Druck kann fliessen.

Endlagendämpfung

Die Endlagendämpfung kann an einem Zylinder eingestellt werden, damit der Kolben nicht mit hoher Wucht in die Endlagen fährt. Der Zylinder würde so in kurzer Zeit beschädigt werden.

Bei einem Zylinder mit Endlagendämpfung gibt es an den beiden Enden des Zylinders Drosselbohrungen. Beim Ausfahren des Zylinders strömt zunächst die Luft aus der großen Anschlussbohrung. Befindet sich der Zylinder fast in der Endposition, wird die große Anschlussbohrung durch den Kolben abgedichtet und die Luft kann nur noch durch die kleine Drosselbohrung abfließen. Dadurch baut sich in der Endlage ein Druckpolster auf und der Kolben fährt langsamer in seine Endlage. Die Endlagendämpfung ist durch Schrauben einstellbar.

M - N - O

Näherungsschalter

Näherungsschalter funktionieren auf Annäherung d.h. berührungsfrei. Sie verwenden Sensoren. Näherungsschalter können als Auslöser von Prozessen oder z.B. zur Erkennung von Bauteilen verwendet werden.
Es gibt z.B. induktive, kapazitive und optische Näherungsschalter.

P - Q - R

Pneumatik

Das Wort Pneumatik stammt vom Griechischen pneuma und bedeutet soviel wie "Wind" und "Atem". Es bezeichnet den Einsatz von Druckluft in Wissenschaft und Technik.
Quelle: Wikipedia.de

Relais

Ein Relais kann einen oder mehrere Laststromkreise öffnen, schließen oder umschalten und kann somit in der Elektropneumatik zur Steuerung von Wegeventilen eingesetzt werden.

V - W - X - Y - Z

Wartungseinheit

Eine Wartungseinheit sitzt in einer pneumatischen Anlage von den Ventile und Zylindern. Sie besteht aus einem Filter, einem Druckregelventil (um Druckschwankungen bzw. Druckstöße zu vermeiden), und einem Öler.
Der Filter reinigt die Druckluft von Verschmutzungen und Wasser. Das Druckregelventil wird auf den Arbeitsdruck der pneumatischen Anlage eingestellt. Der Öler mischt der Druckluft einen feinen Ölnebel bei, um den Abrieb und die Korrosion in den mechanischen Bauteilen zu verringern.

Wegeventil

Ein Wegeventil steuert z.B. das Ein- bzw. Ausfahren eines Zylinders. Es gibt unterschiedliche Wegeventile:

3 / 2 Wegeventil einseitig druckbetätigt in Ruhestellung gesperrt
5 / 3 Wegeventil beidseitig druckbetätigt etc.

Wegeventile gibt es mit verschiedenen Betätigungsarten z.B. mit Rollentaster, mit Hebel, durch Druckluft, etc..

Weg-Schritt-Diagramm

Ein Weg-Schritt-Diagramm ist notwendig um den Ablauf de Einzelschritte in einer pneumatischen Steuerung darzustellen. Jeder Einzelschritt und die Bewegungen der Zylinder sind dargestellt. Anhand eines Weg-Schritt-Diagramms lässt sich schnell die Funktion eines pneumatischen Schaltplan erkennen.

Zuluftdrosselung

Bei der Zuluftdrosselung wird die Zuluftseite des Zylinders gedrosselt. Bei einer geringen Belastung des Zylinders kann es zu ruckeln in der Vorwärtsbewegung kommen.

Zylinder

Mit Hilfe eines Zylinders wird mit Luftdruck eine Arbeit erzeugt. Zylinder gibt es in unterschiedlichen Bauformen und -größen. Man unterteilt in einfach- und doppeltwirkende Zylinder. Es gibt sie mit und ohne Endlagendämpfung und Zuluft oder Abluft gedrosselt. Zylinder können z. B. zum Spannen von Bauteilen oder zum betätigen eines Ventils (Wegeventil mit Rollentaster) verwendet werden.

Teil 2 SPS speicherprogrammierbare Steuerungen